Artikelverzeichnis Uhren Schmuck

Suche



Artikel schreiben

Hier können Sie kostenlos Ihren Artikel veröffentlichen

Uhren & Schmuck News

Partner

« Ein handgemachtes Schmuckstück aus Bernstein und Gold | Home | Diamanten - Das Funkeln, das jeden fasziniert »

Der Saphir / Safir

7.November 2007

“Diesen Stein pflegen Könige um den Hals zu tragen, denn er ist der kräftigste Schutz.” Diesen Satz schrieb der Edelsteinkenner Damigeron, der zu Zeiten des Kaisers Nero lebte.

Früher wurde der Name “Saphir” für diverse Steine verwendet. In der Antike und sogar bis in Mittelalter bezeichnete er meist den heutigen Lapislazuli. Erst später, ca. um 1800 herum, erkannte man, dass der Saphir und der Rubin zur Edelsteingruppe der Korunde gehören. Nur die blauen Edelsteine erhielten zunächst die Bezeichning “Saphir”. Alle anderen Farben - außer rot - erhielten teilweise irreführende Bezeichningen wie z.B. “Orientalischer Peridot” für die grünen Steine oder “Orientalischer Topas” für die gelben Korunde. Heute bezeichnet man mit Saphir alle nicht roten Korunde in Edelsteinqualität. Die roten Varietäten werden als Rubin bezeichnet.

Das Farbspektrum der Saphire ist vielfältig: Blau in verschiedenen Tönungen, rosa, orange, gelb, grün, violett, schwarz oder farblos. Heutzutage werden diese Edelsteine mit qualifizierenden Worten gekennzeichnet, z.B. “grüner Saphir” oder “rosa Saphir”. “Saphir” alleine ohne Zusatz kennzeichnet immer nur den blauen Saphir. Gemmologen kennen für den blauen Saphir folgende Farbbezeichnungen:

Sehr seltene und daher auch sehr kostbare Raritäten sind der orangegelbe Padparadscha und die blauroten Purpur-Saphire. Weitere echte Raritäten sind mehrfarbige Steine und die herrlichen sechsstrahligen Stern-Saphire mit größerem Gewicht, die meist undurchsichtig (opak) sind. Der sternförmige Lichtschein beruht auf Rutilnadeleinlagerungen und wird als Asterismus bezeichnet. Am begehrtesten sind Saphire in einem tiefen und vollen Kornblumenblau mit samtartigem Schimmer. Dies sind wahre Kostbarkeiten und in der Wertigkeit mit lupenreinen gleichgewichtigen Diamanten einzustufen.

Wirtschaftlich bedeutende Lagerstätten von Saphiren findet man heute in Burma, Sri Lanka, Indien und Thailand (Chantaburi). Seit 25 Jahren zählt ebenso Australien zu den bedeutendsten Produzenten, und schließlich kommt auch aus den afrikanischen Ländern Tansania und Malawi hervorragendes Material.

Ebenso wie es beim Diamant berühmte Exemplare gibt, existieren auch berühmte Saphire, teilweise sogar mit eigenem Namen. Weltberühmt ist der Star of India (Stern von Indien), der wohl größte geschliffene blaue Sternsaphir mit 536 ct. Er befindet sich im American Museum of Natural History/New York. Dort befindet sich ebenfalss der der Midnight-Star (Mitternacht-Stern), ein schwarzer Sternsaphir mit 116 ct. Ein weiterer Sternsaphir, der Star of Asia (Stern von Asien) mit 330 ct., wurde von der Smithsonian Institution/Washington erworben. Weitere berühmte Saphire sind der 144-karätige Blaue Berg, der sich in der dänischen Krone befindet sowie der rosenförmig geschliffene St.-Edward-Saphir, der das Kreuz des englischen Reichsapfels ziert. Auf der Rückseite der englischen Königskrone ist der berühmte Stuart-Saphir gefasst.

Da Blau die Farbe der Treue ist, symbolisiert der strahlend blaue Saphir die unvergängliche Treue als Fundament der Liebe.

Odila Bender, Wonfurt

Themen: Edelsteine |